Richtlinien zur Erstellung von
Diplomarbeiten / Praktikantenberichten

Diese Richtlinien (erarbeitet von Prof. Dr. G. Schuster) sollen den Studierenden als Hilfe bei der formalen Gestaltung ihrer Diplomarbeit bzw. ihres Praktikantenberichts im Fachbereich Mechatronik dienen. Sie besitzen lediglich empfehlenden Charakter und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
 

Ein wissenschaftlicher (ingenieurmäßiger) Bericht sollte folgende Strukturierung aufweisen:


Im Folgenden die wichtigsten Richtlinien in alphabetischer Ordnung:

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

Ein Abkürzungs- und (oder) Symbolverzeichnis ist im Allgemeinen nicht notwendig, wenn genormte Symbole und gängige Abkürzungen verwendet werden. Die Schreibweise gängiger Abkürzungen ist in Zweifelsfällen dem Duden zu entnehmen. Anhang Umfangreiche Dokumentteile, die nicht in den Textteil eingebunden werden können, beispielsweise: Programm-Listen oder Datenblätter, sind als Anhang an den Bericht anzufügen. Jeder Anhangsteil erhält eine eigene Seitennummerierung.

Werden viele verschiedenartige Anhänge angefügt, so ist es sinnvoll ein separates Inhaltsverzeichnis für den Anhangsteil zu erstellen. Dieses ist dem Anhang voranzustellen.

Deckblatt Das Deckblatt (Titelblatt) soll folgende Angaben enthalten: Darüber hinaus enthält das Deckblatt der Diplomarbeit folgenden Text:
Diplomarbeit zur Erlangung des Diplomgrades

"Diplomingenieur (FH)"

an der Fachhochschule Esslingen

Standort Göppingen

Fachbereich Mechatronik







Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Arbeit

Die Erklärung ist auf einem separaten Blatt (üblich ist Seite 2) und mit folgendem Text der Diplomarbeit beizufügen: Ich, Vorname Familienname, erkläre, dass ich die vorliegende Diplomarbeit selbstständig und nur unter Verwendung der angegebenen Quellen und Hilfsmittel angefertigt habe.

Ort, Datum, Unterschrift
 
 

Gleichungen Mathematische Gleichungen werden linksbündig, die Gleichungsnummern in der gleichen Zeile rechtsbündig platziert. Beispiel:
UA = U0 sinwt
(3-2)
Die Nummerierung wird in runde Klammern gesetzt und erfolgt kapitelweise (erste Zahl) und fortlaufend (zweite Zahl). Als Trennzeichen wird üblicher Weise der Trennstrich oder auch der Punkt verwendet.

Im Textteil kann auf einfache Weise auf die Gleichungen Bezug genommen werden, wie folgendes Beispiel zeigt:

... mit Gln. (3-2) und Gln. (3-4) ergibt sich ... Wird besonderer Wert auf eine normgerechte Darstellung gelegt, so sollten physikalische Größen kursiv, Text, Zahlen, Einheiten und Indizes gerade dargestellt werden (siehe Beispiel oben).
Gültige Normen Diese Richtlinien basieren weitgehend auf den im Folgenden angegebenen DIN-Normen. Die Normen können über das Internet als Download bezogen werden.
DIN 5008 Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung
DIN 1422 Teil 4 Gestaltung von Forschungsberichten
DIN 1426 Inhaltsangaben von Dokumenten
DIN 1505 Teil 2 Titelangaben von Dokumenten: Zitierregeln
DIN 1505 Teil 3 Titelangaben von Dokumenten: Literaturverzeichnis
DIN 1338 Formelschreibweise und Formelsatz
DIN 461 Grafische Darstellung in Koordinatensystemen (Diagrammerstellung)

 

Kapitelnummerierungen

Der Textteil ist in einer zielgerichteten Reihenfolge zu strukturieren. Die Kapitelnummerierung erfolgt mit arabischen Zahlen und beginnt üblicher Weise mit der Einleitung. Es sollen maximal vier Gliederungsebenen verwendet werden. Beispiel:
1 Einleitung
... ...
2.3.4 Verbindungstechniken der AVT
2.3.4.1 Golddraht-Bonden
2.3.4.2 Aluminiumdraht-Bonden
... ...
7 Zusammenfassung

Kurzfassung (Abstract)

Die Erstellung einer Kurzfassung (englisch: Abstract) ist nur dann erforderlich, wenn die Arbeit oder Teile der Arbeit veröffentlicht oder in anderer Weise EDV-gerecht erfasst werden soll.

Die Kurzfassung beschreibt in nur wenigen Sätzen die Problemstellung und die Ergebnisse der Arbeit und sollte insbesondere Schlüsselwörter (Keywords) enthalten.
 

Literaturverzeichnis Das Literaturverzeichnis (Quellenverzeichnis) wird nach dem Textteil platziert und enthält Angaben in folgender Reihenfolge: Beispiel:
[1] Leschik, M.: Word für Windows 6.0, Wissenschaftlich Arbeiten, optimal. 2. Aufl. Koschenbroich, bhv-Verlag, 1994.
   
[2] Ebel, H. F. und Bliefert, C.: Schreiben und Publizieren in den Naturwissenschaften. 2. Aufl. Weinheim, VCH Verlagsgesellschaft mbH, 1991.
   
[3] National Instruments Corp.: Lab View-Getting Started with LabView for Windows. Software-Dokumentation, 1992.
   
[4] Jäger, H.: Persönliche Mitteilung. Fachhochschule Esslingen, 1999.
Die Nummerierung erfolgt entweder in der Reihenfolge des Zitierens in der Arbeit oder alphabetisch geordnet.

Im Textteil wird mittels eckiger Klammern die jeweilige Literaturstelle zitiert, wie im Folgenden beispielhaft dargestellt ist:

... nach [1, Seite 233] lässt sich der Vorgang mit der F2-Taste vereinfachen ...
Seitennummerierung Die Seitennummerierung beginnt mit dem Deckblatt (Seite 1) - jedes Blatt muss gezählt werden. Auf dem Deckblatt, der Erklärung, den Leerblättern (falls verwendet) und dem Inhaltsverzeichnis werden die Seitennummern jedoch nicht dargestellt. Üblicher Weise erfolgt die erstmalige Darstellung der Seitennummern im Textteil (Einleitung).

Die Seitennummern sollen entweder oben und mittig auf der Seite oder in der Kopfzeile platziert werden.

Jeder Anhangsteil erhält eine eigene Seitennummerierung.
 

Tabellen- und Bildverzeichnis Ein gesondertes Verzeichnis für Tabellen und Bilder ist im Allgemeinen nicht erforderlich und sollte nur bei Bedarf erstellt werden. Tabellen und Bilder Tabellen und Bilder erhalten Tabellen- und Bildunterschriften. Die Nummerierung erfolgt kapitelweise (erste Zahl) und fortlaufend (zweite Zahl). Als Trennzeichen werden Trennstrich oder Punkt verwendet. Üblicher Weise werden Tabellen, Bilder und deren Unterschriften seitenmittig platziert. Beispiel:

Abb. 5-6 Bondpulltest, schematisiert

Tabellen erhalten die Bezeichnung: Tab. X-X (für Tabelle), Bilder die Bezeichnung:
Abb. X-X (für Abbildung), Bild X-X oder Fig. X-X (für Figur).

Die Unterschrift soll knapp und präzise formuliert sein, so dass der Leser die Darstellung auch ohne Kenntnis des Textinhaltes interpretieren kann.

Im Textteil kann auf einfache Weise auf Tabellen oder Abbildungen verwiesen werden. Beispiel:

... in Abb. 5-6 ist der Bondpulltest schematisiert dargestellt ...
Text- und Seitenlayout Die Seiten sollen einseitig bedruckt werden, als Papiergröße ist DIN A4 zu verwenden. Jedes Kapitel soll mit einer neuen Seite beginnen.


Textteil

In der Einleitung (Kap. 1) sollen knapp Problemstellung und Zielsetzung beschrieben werden. Desweiteren ist die Darstellung des Betriebs und der technischen Randbedingungen zulässig.

Der Hauptteil der Arbeit widerspiegelt die wissenschaftliche Leistung des Studierenden sowie seine Fähigkeit zur Beschreibung seiner Ergebnisse. Hiermit ist eine kurze, aussagekräftige und präzise Darstellung anzustreben, telegrammstilartige Formulierungen sind aber zu vermeiden. Die gesamte Arbeit ist in Sachform (also unpersönlich) zu schreiben sowie in Haupt- und Unterpunkte zu unterteilen. Wissenschaftliche Aussagen sind ausführlich zu begründen und Berechnungen/Ableitungen sind ausführlich anzugeben, so dass der Leser in der Lage ist, sie auf Richtigkeit zu überprüfen. Das Verständnis der Arbeit wird durch Tabellen und Abbildungen erhöht. Aus dem Textteil muss eindeutig der eigene Anteil des Studierenden hervorgehen und welche Erkenntnisse aus anderen Quellen übernommen wurden; letztere sind durch Angabe der Quelle zu kennzeichnen.

In der Zusammenfassung stellt der Studierende ein Resümee der Untersuchungen sowie die aus seiner Sicht weiterführenden Aufgaben dar.
 

Besonderheiten beim Praktikantenbericht zum 1. PS:

Insbesondere Berichte zum ersten Praktischen Studiensemester können nur bedingt als "wissenschaftlich" bezeichnet werden. Entsprechend haben die Studierenden hier die Möglichkeit den Textteil in Form chronologisch geordneter Wochenberichte zu gestalten.
 

Vertrauliche Sachverhalte Beinhaltet die Arbeit firmenvertrauliche Sachverhalte, so ist dieser Umstand auf dem Deckblatt oder auf einem separaten Blatt (beispielsweise auf Seite 2) zu vermerken.

Hinweis: Praktikantenberichte werden im Original den Studierenden zurückgegeben, Diplomarbeiten werden vom betreuenden Professor(in) unter Verschluss gehalten.
 

Weitere Informationen im Internet Interessierte Studierende können weitere Informationen und Empfehlungen aus dem Internet beziehen.
 
 

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