Qualitätswerkzeuge / „Sieben elementare Qualitätswerkzeuge“

 

Die sieben elementaren Qualitätswerkzeuge wurden von den Japanern Ishikawa zur Unterstützung der Qualitätszirkelarbeit entwickelt.[1]

 

Die Qualitätswerkzeuge sind graphische Hilfsmittel, um Probleme zu erkennen , zu verstehen und zu lösen. Sie basieren meist auf mathematisch-statischen Grundlagen, die speziell für die Anwendung im Werkstattbereich aufbereitet wurden.

Zu den Hauptfunktionen der Qualitätswerkzeuge gehören das Feststellen, ob die angenommenen Fehlerursachen zutreffen, um nur einige zu nennen.

 

Zu den sieben Qualitätswerkzeugen gehören im einzelnen:

Ø    Fehlersammelliste: Die Fehlersammelliste ist eine einfache Methode zur rationellen Erfassung und übersichtlichen Darstellung attributiver Daten (Fehler) nach Art und Anzahl. Die zu erfassenden Fehler sollten vorher bekannt sein und in einer Tabelle oder einem Zählblatt aufgeführt werden, wobei zusätzlich noch eine Zeile für unvorhergesehene Fehler(„sonstige Fehler“) einzuführen ist.

Ø   Histogramm (Säulendiagramm): Das Histogramm ist ein Säulendiagramm zur graphischen Darstellung der Häufigkeitsverteilung klassierter Daten. Es besteht aus Säulen, die über den einzelnen Klassen (Intervallen) so errichtet werden, dass die Säulenfläche proportional zur jeweiligen Klassenhäufigkeit ist. Es gilt das Prinzip der Flächentreue und die Annahme der Gleichverteilung innerhalb der Klassen.

Ø   Korrelationsdiagramm (Streudiagramm): Das Korrelationsdiagramm ist eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen zwei veränderlichen Faktoren. Es wird in der Statistik benutzt, um die Intensität und Richtung (Vorzeichen) eines linearen Zusammenhanges zwischen zwei zufallsfehlerbehafteten Variablen darzustellen. Kausale Zusammenhänge können aus dem Korrelationsdiagramm jedoch nicht abgeleitet werden, so dass vor einer Fehlinterpretation in dieser Richtung gewarnt werden muss.

Ø                  Qualitätsregelkarte: Die Qualitätsregelkarte stellt allgemein eine Methode zur Überwachung von Fertigungsprozessen auf statischer Basis dar und findet Anwendung im Rahmen der Statischen Prozessregelung SPR / SPC.

Ø                  Pareto–Diagramm: Das Pareto–Diagramm ist ein Säulendiagramm zur graphischen Darstellung der Ursachen von Problemen in der Reihenfolge der Bedeutung ihrer Auswirkung. Das Prinzip geht auf den italienischen Nationalökonomen Vilfredo Pareto zurück. Es besagt das die meisten Auswirkungen (ökonomische, technische) auf eine relativ kleine Zahl von Ursachen zurückzuführen sind. Diese Annahme ließ sich auch empirisch im Bereich der Fertigung nachweisen, wo 20-30% der Fehlerarten 70-80% aller Fehler verursachen.

Ø                  Brainstorming: Das Brainstorming ist eine typische, gruppenorientierte Kreativitätstechnik oder Ideenfindungsmethode, die in zwei Schritten (kreative Phase und Bewertungsphase) abläuft und durch verlassen der gewöhnlich vorherrschenden Denkschemata neue Vorschläge und innovative Lösungsansätze anstrebt.

Ø                  Ursache–Wirkungs–Diagramm, Fischgräten–Diagramm oder Ishikawa–Diagramm: Das Ursache–Wirkungs–Diagramm ist eine einfache Technik zur Problemanalyse, bei der Ursache und Wirkung voneinander getrennt werden. Das Diagramm dient der übersichtlichen Strukturierung der durch das Brainstorming gefundenen Ideen, um so die potentiellen Ursachen eines Problems in den Dimensionen Mensch, Maschine, Material, Messung und Umfeld zu ermitteln. Zur effektiven Umsetzung der Methode sollte eine genaue Beschreibung des zu untersuchenden Problems vorausgehen.



[1] Ishikawa (1980)