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An der Fachhochschule Esslingen werden zwei Blockheizkraftwerke betrieben. Diese befinden sich im Gas- Wasser- Labor (Bau 2) des Fachbereiches Versorgungstechnik und werden dort für Laborversuche eingesetzt. Es handelt sich hierbei um sogenannte "MiniBHKW's": BHKW 1: Hersteller SenerTec; Typ: Dachs HKA Senertec im Internet: www.senertec.de
Ecopower im Internet: www.ecopower.de |
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MiniBHKW sind kleine, kompakte, anschlussfertige Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK).
Der Motor, der Generator zur Stromerzeugung und die Wärmetauscher zur Auskopplung der Nutzwärme sind in einem Block montiert, der als kompakte Einheit einschließlich der Systemsteuerung geliefert wird. Sie werden als Seriengeräte industriell gefertigt und müssen am Aufstellort nur noch angeschlossen werden. Ihre Leistung beträgt typischerweise bis 6 kWelektrisch bzw. 14 kWthermisch. Da Strom und Wärme dezentral dort erzeugt werden, wo sie auch genutzt werden, treten nur minimale Übertragungsverluste auf. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden BHKW- Typen in der Fachhochschule besteht darin, dass das Ecopower- Modul modulierend betrieben werden kann, während das Senertec- Modul mit konstanter Leistung betrieben wird.
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Mit Hilfe der LONWorks- Technologie können während des Betriebes verschiedene Messdaten beider BHKW's erfasst, im Internet visualisiert und miteinander verglichen werden. Zur Erfassung bzw. Visualisierung der Messdaten werden folgende LONWorks- fähige Komponenten eingesetzt:
Dieses Modul ist eine LONWORKS-Impulszählerschnittstelle,
mit der Impulse aus S0-Impulszählern in ein LON-Netzwerk
übertragen werden können. Das Modul wird an der FHT
benutzt, um den Gasverbrauch der BHKW's aufzunehmen. Hierfür
erhält es von einem Gaszähler pro 10l Gasverbrauch
einen Impuls. Es ist mit 8 verschiedenen Kanälen zur Aufnahme
von Impulsen ausgestattet, so dass beide BHKW's über deren
jeweiligen Gaszähler angeschlossen werden können.
Der Energiezähler U1687 erfaßt
die Wirkenergie in 3-Leiter Drehstromnetzen. Das Modul wird an
der FHT benutzt, um die Stromeinspeisung der BHKW's ins Netz
aufzunehmen.
Mit Hilfe der Elektronischen Kompaktwärmezähler von ARIGO bzw. NZR können die Vor- und Rücklauftemperatur, der aktuelle Durchfluss, die gesamte abgegebene Wärmemenge und die momentane abgegebene Leistung der BHKW's aufgenommen und im Internet visualisiert werden. |
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Das WAGO I/O- System besteht aus steckbaren
Busklemmen für analoge und digitale Signale und wird mit
einer intelligenten Kopfstation, dem Feldbuskoppler, kompletiert.
Dieser Feldbuskoppler (850 - 319) entspricht einem LONWorks-
Knoten, der bis zu 48 digitale und analoge Datenpunkte verwalten
kann. Wago im Internet: www.wago.com |
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Blockheizkraftwerke sind verbrauchernahe Zentralen mit einer oder mehreren Verbrennungskraftmaschinen und zugeordneten Generatoren zur Stromerzeugung. Die bei der Stromerzeugung parallel anfallende Wärmemenge (Kühlwasser und Abgase) wird zu Heizzwecken genutzt. Das Erzeugen von Strom und Wärme in einem Prozess wird als Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet. |
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Ein Motor - mit Erdgas, Flüssiggas, Diesel oder Rapsöl betrieben - treibt einen Generator an, der elektrische Energie erzeugt. Die anfallende Wärme wird über Wärmetauscher u.a. zur häuslichen Wärmeversorgung (Heizung und Warmwasser) verwendet. Dadurch wird die Grundlast des Wärmebedarfs gedeckt. Die Spitzenlast wird über einen konventionellen Heizkessel abgedeckt. Der erzeugte Strom kann direkt zum Verbraucher geleitet werden. Ein Netzparallelbetrieb (Anschluss an das Niederspannungsnetz) ermöglicht es, die Stromversorgung auch in Spitzenverbrauchszeiten zu gewährleisten, oder zuviel erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen (Vergütung durch den Stromversorger). |
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BHKW können als Gas-Ottomotoren mit
Katalysator, Gas-Ottomotoren mit Magerverbrennung und Dieselmotoren
mit SCR-Katalysator ausgeführt werden. Ebenso sind derzeit
BHKW mit Stirlingmotoren im Stadium der Serienreife angelangt.
Je nach Motor sind unterschiedliche Brennstoffe möglich. Dieselmotoren: Heizöl, Rapsmethylester (Biodiesel) Gas-Otto, Gas-Dieselmotoren: Erdgas, Flüssiggas, Klärgas und Biogas, Propan- und Synthesegase, Holzvergasung Stirlingmotoren: Erdgas, Flüssiggas, Klärgas und Biogas, Propan- und Synthesegase, Holzvergasung
Die Stromerzeugung erfolgt über Synchrongeneratoren
mit entsprechender Drehzahl- und Feldregelung sowie einer automatischen
Synchronisierungseinrichtung oder Asynchrongeneratoren. Für
letztere ist ein taktgebendes Drehstromnetz für die Frequenzhaltung
und Blindstromlieferung erforderlich, falls auf die Installation
einer Kondensatorbatterie verzichtet wird. Die für Netzparallelbetrieb
eingesetzten Asynchrongeneratoren können wassergekühlt
ausgeführt werden und somit die Wärmeausbeute und den
Gesamtwirkungsgrad der Anlage erhöhen.
Die im Motor, im Generator und im Abgas anfallende Wärme wird über Wärmetauscher an das Heizwasser abgegeben. Im wesentlichen sind dies der Kühlwasserwärmetauscher und der Abgaswärmetauscher. Bei den meisten Motoren wird die Wärme des Schmieröls an das Motorkühlwasser abgeführt. Es ist aber auch möglich, daß über einen Ölkühler die im Schmieröl enthaltene Wärme an das Kühlwasser übertragen wird. Bei Motoren mit Turbolader kann über die Ladeluftkühlung oder die Gemischkühler (bei Gasmotoren) zusätzliche Wärme an das Heizwasser abgegeben werden. Ebenso wird bei wassergekühlten Generatoren das Generatorkühlwasser zur Wärmeauskopplung genutzt.
Bei Gasmotoren kommen 3-Wege-Katalysatoren
mit Lamdasondenregelung zum Einsatz. Bei Dieselmotoren ist der Einsatz von 3-Wege-Katalysatoren nicht möglich, da sie mit hohem Luftüberschuß betrieben werden, um die Rußemissionen gering zu halten. Vielmehr werden zur Schadstoffminderung verschiedene motorische Maßnahmen eingesetzt (Turbolader und optimierte Einspritzsysteme). Bei größeren Anlagen mit Dieselmotoren kommen zur Abgasnachbehandlung SCR-Katalysatoren zum Einsatz.
Durch den dezentralen, verbrauchernahen Aufbau von BHKW entfallen die Verluste auf langen Fernwärmeleitungen. Durch Kraft-Wärme-Kopplung und dem gegenüber Turbinen hohen thermodynamischen Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren erreichen BHKW Nutzungsgrade von 90% und mehr.
Der wichtigste Faktor ist hierbei die Primärenergieeinsparung
von fast 40%, welche proportional zur Reduzierung von CO2 Emissionen
beiträgt. So erzeugen BHKW ca. 60% weniger CO2 als herkömmliche
Kraftwerke.
Durch ihren modularen Aufbau können BHKW in Leistungsbereichen von 5 kW bis ca. 3000 kW angeboten werden. Entsprechend vielfältig sind auch die Einsatzgebiete: Industriebetriebe, Flughäfen, Freizeitsportanlagen, Hallen- und Freibäder, Hotels, Kranken- und Kurhäuser, Altenheime, Behindertenheime, Kirchenverbund, Schulen, Justizvollzugsanstalten, Wohnungen, Bürogebäude, Nahwärmenetze, Gewächshäuser, usw. |